Sexuelle Vielfalt im Unterricht

Das brisante Thema für den Lehrplan der Klassen 4 bis 6 ab 2015 ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Erledigt aber ist es keineswegs!

Der Versuch ideologisch fixierter Gruppen in unserer Gesellschaft, unter dem verharmlosenden Titel "Sexuelle Vielfalt" die Gleichstellung homosexueller (Mann/Mann bzw. Frau/Frau) und heterosexueller (Mann/Frau) Veranlagung zu betreiben, scheint vorerst gescheitert. Und das ist gut so - hat sich doch auch der Ministerpräsident auf die unverfängliche Position "Respekt und Toleranz" zurück gezogen.

Anfangs sah das noch anders aus. Da ging es darum, den Kindern und Jugendlichen noch während ihres Selbstfindungsprozesses (Pubertät) nahe zu bringen, sie sollten herausfinden, welches sexuelle Modell ihren Wünschen und ihrem Wesen und ihrer Persönlichkeit entspräche. Dahinter steht die Meinung, erst durch die Festlegung seitens der Eltern, der Gesellschaft, der Tradition etc. werde das Kind zu einem heterosexuellen, bisexuellen, transsexuellen oder homosexuellen Menschen.

Dem muss widersprochen werden. Hätte die Evolution (Entwicklung der Lebewesen) gewollt, dass Frauen mit Frauen und Männer mit Männern die Erhaltung der Art Mensch zuwege bringen sollten, hätten sich auch biologische Organe entwickelt, die das ermöglichen. Haben sie aber nicht. Die Natur hat sich anders entwickelt. Und deshalb sind u.a. homosexuelle Kontakte wider die Natur - unnatürlich. Gewollt hat die Evolution offensichtlich, dass Mann und Frau miteinander die Art erhalten - der natürliche, der Natur entsprechende Weg.

Natürlich hat es Nebenentwicklungen schon immer gegeben, aber sie wichen ab von der Natur. Das ist kein Grund, sie zu verdammen oder zu verfolgen, es ist auch kein Grund, sie zu verachten oder aus der Gesellschaft auszuschließen. Deshalb ist das Anliegen, auch im Schulunterricht Respekt und Toleranz zu lehren, richtig. Auch vom christlichen/kirchlichen Standpunkt aus. Eine grundsätzliche Gleichstellung homosexueller und heterosexueller Veranlagung und Praxis oder eine gleichwertige Akzeptanz der beiden Ausrichtungen allerdings kann es nicht geben, zumal - statistisch - nur 2% der Bevölkerung homosexuell veranlagt sind. Mag sein, es gibt eine große Dunkelziffer, dann sind es vielleicht 5% oder gar 10%; trotzdem ist die überwältigende Mehrheit der Natur entsprechend veranlagt. Die riesigen Geldsummen, die die Einführung des Bereichs "Sexuelle Vielfalt" in die Stundenpläne verschlingen, wären mit Sicherheit im Hinblick auf die demographische Entwicklung (immer weniger Kinder) zur Förderung der "natürlichen" Partnerschaften besser und zukunftsträchtiger eingesetzt.

(Bibilische "Haftpunkte" dazu: 1. Mose 1,27 "...und er (Gott) schuf den Menschen als Mann und Frau"; 1. Mose 2: "Adam", übersetzt "der Mensch" findet Erfüllung seines Wesens und braucht als Gegenüber und als Ergänzung "Eva", übersetzt, "die, die Kinder kriegen kann"; der heilige Geist (in der Vorstellung des 1. Jh. n. Chr. "männlich") braucht ein Mädchen (Maria), um sich in der Menschheit zu verwirklichen/real zu erweisen u.a.m).

Verfasser des Textes: Pfr. i.R. H.J. Demuth